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April 8, 2024
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Gérôme Birk  
Geschäftsführer der Alupreisfux GmbH 

Sie möchten die Sache in die Hand nehmen und Ihre Terrassenüberdachung selber bauen?

Dann sind Sie hier genau richtig.

Wir zeigen Ihnen, welche Materialien Sie für Ihr Terrassendach benötigen und geben Ihnen mit unserer Bauanleitung genau vor, welche Schritte Sie zu beachten haben.

Egal, ob Glasdach, Unterkonstruktion oder die Eindeckung.

Wir helfen Ihnen weiter.

Terrassenüberdachung selber bauen - Genehmigungen und Vorschriften

Für jedes Bundesland in Deutschland gibt es spezifische Vorgaben bezüglich der Baugenehmigung für Terrassenüberdachungen, die sich hinsichtlich Fläche, Tiefe und Volumen unterscheiden.

Einige Bundesländer erlauben den Bau von Terrassenüberdachungen bis zu einer bestimmten Größe ohne Baugenehmigung, während andere strenge Vorschriften haben.

Zum Beispiel erlaubt Bayern Terrassenüberdachungen bis 30 m² und 3 m Tiefe ohne Genehmigung, während in Hessen alle Terrassenüberdachungen als verfahrensfreie Baumaßnahmen gelten.

Es ist wichtig, die spezifischen Anforderungen Ihres Bundeslandes zu prüfen, da diese sich ändern können und erhebliche Unterschiede bestehen können.

Planung und Design

Für die Planung und das Design einer Terrassenüberdachung sollten Sie überlegen, wie viel Platz Sie haben und welche Form die Überdachung letztendlich haben soll.

Berücksichtigen Sie dabei die Ausrichtung zur Sonne und den Schutz vor Wettereinflüssen.

Wichtig ist auch, die Last von Schnee und Wind sowie die Notwendigkeit einer guten Entwässerung einzuplanen.

Denken Sie darüber hinaus an die optische Integration in die bestehende Architektur Ihres Hauses und Gartens, damit das Dach auch zum Rest Ihres Gartens passt.

Terrassenüberdachung selber bauen - Materialien

Für die Materialauswahl Ihrer Terrassenüberdachung gibt es mehrere Optionen, jede davon hat ihre eigenen Vor- und Nachteilen:

  • 1. Holz: Holz bietet eine natürliche Optik, benötigt aber regelmäßige Pflege durch Streichen oder Lasieren, um es vor Witterungseinflüssen zu schützen.

  • 2. Aluminium: Ist wetterfest, wartungsarm und bietet eine moderne Optik, kann aber kostspieliger in der Anschaffung sein.

  • 3. Polycarbonat: Ein leichtes, robustes Kunststoffmaterial, das oft als Dacheindeckung verwendet wird. Es ist witterungsbeständig und bietet guten UV-Schutz.

  • 4. Glas: Bietet eine klare Sicht und ist sehr langlebig, benötigt jedoch eine regelmäßige Reinigung und kann in der Anschaffung teuer sein.

  • 5. Stahl: Äußerst stabil und langlebig, aber korrosionsanfällig, wenn es nicht richtig behandelt wird.

Kosten

Die spezifischen Kosten für eine Terrassenüberdachung variieren je nach Projektgröße, Materialien und ob Sie es selbst machen oder Fachleute engagieren.

Für einfache Projekte können die Kosten bei etwa 1.000 bis 3.000 Euro liegen, während aufwendigere, maßgeschneiderte Lösungen mit professioneller Montage und hochwertigen Materialien zwischen 5.000 und 10.000 Euro oder mehr kosten können.

Genauere Schätzungen erhalten Sie am besten durch Angebote lokaler Anbieter und Händler.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Nachdem jetzt alle wichtigen Vorbereitungen abgeschlossen sind, geht es mit dem Bau los.

Hier ist unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung.

1. Planung und Genehmigung

Bedarf prüfen: Überlegen Sie, wie groß das Dach sein soll und welche Funktionen sie erfüllen muss.

Materialien auswählen: Entscheiden Sie sich für Materialien wie Holz, Aluminium oder Stahl und für eine Dacheindeckung, z.B. Glas, Polycarbonat oder Dachziegel.

Baurechtliche Genehmigung: Prüfen Sie lokale Bauvorschriften und beantragen Sie gegebenenfalls eine Baugenehmigung.

2. Werkzeuge und Materialien beschaffen

Werkzeuge: Stichsäge, Bohrmaschine, Schraubendreher, Wasserwaage, Hammer, Maßband.

Materialien: Pfosten, Träger, Dachmaterial, Schrauben, Dübel, Fundamentblöcke.

3. Vorbereitung des Untergrunds

Fundament vorbereiten: Markieren Sie die Position der Pfosten und graben Sie Löcher für die Fundamente. Die Tiefe hängt von der Frostgrenze ab.

Betonieren: Mischen Sie Beton und gießen Sie ihn in die Löcher. Setzen Sie Pfostenträger ein und lassen Sie den Beton aushärten.

4. Aufbau des Gerüsts

Pfosten setzen: Stellen Sie die Pfosten auf die Pfostenträger und fixieren Sie sie.

Träger montieren: Befestigen Sie die horizontalen Träger an den Pfosten.

Verwenden Sie eine Wasserwaage, um sicherzustellen, dass alles gerade ist.

Querbalken anbringen: Montieren Sie zusätzliche Querbalken zwischen den Trägern für zusätzliche Stabilität.

5. Dachkonstruktion

Dachrahmen bauen: Befestigen Sie die Dachsparren am Rahmen.

Der Abstand hängt vom gewählten Dachmaterial und dessen Gewicht ab.

Dachmaterial befestigen: Decken Sie den Rahmen mit dem gewählten Dachmaterial ab.

Befolgen Sie die spezifischen Anweisungen für Ihr Material bezüglich Überlappung und Befestigung.

6. Feinarbeiten und Abdichtung

Abdichtung: Stellen Sie sicher, dass alle Übergänge und Anschlüsse gut abgedichtet sind, um Lecks bei Regen zu vermeiden.

Finish: Behandeln Sie Holzelemente mit Holzschutzmittel und streichen oder lackieren Sie die Struktur nach Bedarf.

7. Einrichtung und Dekoration

Möbel und Beleuchtung: Richten Sie die Terrasse mit passenden Möbeln ein und installieren Sie Beleuchtung, um die Überdachung auch abends nutzen zu können.

Sicherheitshinweise

Tragen Sie bei der Arbeit immer die entsprechende Schutzausrüstung.

Überprüfen Sie regelmäßig, ob alle Schrauben und Verbindungen festgezogen sind.

Terrassendach Wartung

Überprüfen Sie die Überdachung regelmäßig auf Schäden und führen Sie notwendige Reparaturen durch, um ihre Lebensdauer zu verlängern.

Wassermanagement

Für effektives Wassermanagement bei einer Terrassenüberdachung ist es wichtig, eine geeignete Neigung des Daches vorzusehen, sodass Regenwasser leicht abfließen kann.

Zusätzlich sollten Regenrinnen und Abflussrohre installiert werden, um das Wasser sicher von der Überdachung und dem Wohnbereich wegzuleiten.

Beleuchtung und Elektrik

Bei der Planung der Beleuchtung und Elektrik für eine Terrassenüberdachung ist es wesentlich, sowohl funktionale als auch stimmungsvolle Lichtquellen zu integrieren, die den Außenbereich nach Einbruch der Dunkelheit sicher und einladend machen.

Dazu gehört die Installation wetterfester Leuchten und Steckdosen sowie die fachgerechte Verlegung der Kabel, idealerweise versteckt und geschützt vor Witterungseinflüssen.

Es ist wichtig, alle elektrischen Installationen vom Fachmann durchführen zu lassen, um Sicherheit und die Einhaltung aller relevanten Normen und Vorschriften zu gewährleisten.

Unser Fazit

Fakt ist, zum Bau von einem Terrassendach gehört mehr als man auf den ersten Blick denken mag.

Unser Ratgeber zeigt Ihnen, in welche Schritten dieses Bauprojekt zum Erfolg werden kann.

Mit etwas Geschick können Sie sich bald auch unabhängig vom Wetter auf Ihrer Terrasse aufhalten und den Tag an der frischen Luft genießen.

Terrassenüberdachung selber bauen - Antworten auf häufig gestellte Fragen

Wie groß darf eine Terrassenüberdachung ohne Genehmigung sein?

Die Größe einer Terrassenüberdachung ohne Genehmigung variiert je nach Bundesland, oft sind Konstruktionen bis zu einer bestimmten Größe, wie z.B. 30 m², genehmigungsfrei.

Welche Balkenstärke für Terrassendach?

Die Balkenstärke für ein Terrassendach hängt vom Material und der Spannweite ab; gängig sind zum Beispiel 12x8 cm für Dachbalken.

Was kann man als Terrassendach nehmen?

Als Terrassendach kann man Materialien wie Polycarbonat, Glas, oder Wellblech verwenden.

Welche Terrassenüberdachung ist genehmigungsfrei?

Genehmigungsfreie Terrassenüberdachungen erfüllen bestimmte Größen- und Bauvorschriften, die je nach Bundesland variieren.

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